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Viele Fragen zu Studienfinanzierung und Bewerbungsstrategien

Wo bitte geht's zum Studium?

Von Katrin Schlusen

Vor Semesterstart ist bei den Studienberatungen Hochsaison. Denn die angehenden Erstsemester haben viele Fragen - und mache müssen sich noch schnell für ein Fach entscheiden. WDR.de war zu Gast bei den Studienberatern der TU Dortmund.

Beratungsgespräch in der Studienberatung der TU Dortmund ; Rechte:WDR/Schlusen

Christian Harmening lässt sich beraten

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Eine Lagebesprechung mit dem Team gibt es jeden Morgen - damit alle auf dem neusten Stand sind. Die wichtigste Information des Tages: Bis um 23:59 Uhr können Einschreibeunterlagen abgegeben werden. Denn heute endet die Einschreibefrist für die Nachrücker bei den Bachelor-Studiengängen, wie Heidrun Olsen, die Leiterin der Studienberatung an der TU Dortmund, erklärt,  Aus Erfahrung weiß sie, dass an diesem letzten Tag  viele Abiturienten anrufen werden. Oder sie kommen persönlich zur offenen Sprechstunde.


Fragen persönlich klären

Einer von ihnen ist Christian Harmening. Er hat sich für Englisch und Philosophie eingeschrieben. Für den 19-Jährigen ist heute ein besonderer Tag: Er ist zum ersten Mal in Dortmund. Vor ihm auf dem Tisch im Beratungszimmer liegt eine Mappe mit wichtigen Unterlagen zur Einschreibung, ein Lageplan und Infos zu Wohnungen, die er sich gleich noch ansehen will. "Ich habe mir viel aus dem Internet ausgedruckt", sagt er. Aber manche Fragen lassen sich persönlich besser klären: Wie kommt man an ein kommentiertes Vorlesungsverzeichnis, in dem viele zusätzliche Informationen zu den Seminaren stehen? Wo findet man die Studentenvertretung? Wie kann es nach dem Bachelor-Abschluss weitergehen? Eigentlich will der Olpener Lehrer werden und müsste einen Abschluss mit pädagogischem Schwerpunkt machen. "Aber jetzt habe ich erfahren, dass ich auch einen Fach-Master machen kann, das finde ich auch interessant", resümiert er das Beratungsgespräch.

Last-Minute-Entscheidungen

Nicht alle Ratsuchenden kommen so gut vorbereitet wie Christian in das Gespräch. Manche angehenden Studenten suchen nach einem passenden Studiengang wie andere nach einem Last-Minute-Flug. "Die Schüler müssten sich viel früher beraten lassen", sagt TU-Sprecher Ole Lünnemann. Deswegen gibt es schon viele Projekte, die darauf abzielen Schüler zu erreichen: Abi-Messen, Veranstaltungsreihen und sogar Campen auf dem Campus. Dabei ist es für die Berater wichtig, die angehenden Studenten nicht in Fächer zu drängen, die gerade auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind. "Für mich ist es wichtig, dass jemand ein Studium findet, das zu seinen Neigungen und Interessen passt", betont Studienberaterin Irene Szymanski.


"Das Studium ist ganz anders geworden"

Dr. Heidrun Olsen, Leiterin des Zentrums für Information und Beratung der TU Dortmund; Rechte:WDR/Schlusen

Studienberatungsleiterin Heidrun Olsen

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Seit der Einführung von Bachelor und Master hat sich die Uni-Landschaft stark verändert. "Das Studium ist ganz anders geworden", sagt Heidrun Olsen, Leiterin der Beratung. "Das Netzwerk von Lehrern und Eltern funktioniert nicht mehr." Früher konnten die viele Tipps geben, heute gibt es Bachelor- und Master-Studiengänge. Dazu kommt: "Es gibt 10.000 Studiengänge in Deutschland", weiß Olsen. Und für viele Studiengänge bewirbt man sich längst nicht mehr zentral über die ZVS, sondern direkt bei den Unis. Manche bewerben sich um 40 Studienplätze. Viele wollen wissen, wo sie die besten Chancen haben. "Gestern waren viele Ratsuchende mit ihren Eltern in der Beratung", berichtet Irene Szymanski. Ein Abiturient hat eine Zulassung für ein Studium an der TU Dortmund und gleichzeitig für die Fachhochschule bekommen. "Da war die Frage: Für welche Hochschulform sollte man sich entscheiden?"


Selbst Professoren geben Studientipps

Über die Anzahl der Beratungen wird bewusst keine Statistik geführt. "Die Zahl der Beratungen sagen nichts darüber aus, wie die Qualität der Gespräche war", erklärt Olsen. In ihrer Abteilung arbeiten drei feste Studienberater und drei weitere Mitarbeiter bieten psychologische Gespräche zum Beispiel für Studenten mit Examensängsten an. Dazu kommen knapp 80 Ansprechpartner in den Fachbereichen. Das sind zum Teil Professoren, die Auskunft zu ihrem Fach geben.


Starthilfe für Erstsemester

Währenddessen warten Maximilian (18) und Sammy (19) im Wartesaal. Sie kommen gerade von der Fachschaft Informatik und sie haben ein "Spezialproblem". Sammy erklärt: "Wir beide wollen Informatik auf Lehramt studieren." Zwar werden sie die regulären Vorlesungen besuchen, aber trotzdem wird sich ihr Stundenplan von dem der anderen unterscheiden. "Aber wie, das ist nirgendwo genau definiert", sagt Maximilian. Einen Termin brauchen die beiden nicht, sie müssen nur ein bisschen Wartezeit in Kauf nehmen. Aber sie haben Glück: Nach wenigen Momenten geht es schon los.


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