Die Leonardo-Serie "Die Geschichte der Astronomie" erzählt in lebendigen, historischen Szenen, wie die Menschen von der Urzeit, über die Antike und das Mittelalter bis in die heutige Zeit das Universum erkundet haben und Stück um Stück erkennen mussten, in welch unermesslicher Welt wir wirklich leben.
Fundiertes Hintergrundwissen macht deutlich, wie fundamental die Astronomie unser Denken und Fühlen und sogar die irdischen Machtverhältnisse revolutioniert hat. Und das Abenteuer "Astronomie" ist noch lange nicht zu Ende.
Autor: Dirk H. Lorenzen
Ausstrahlung: 18. August bis 3. November 2009
Schon ab der Steinzeit beobachten Menschen die Lichter am Nachthimmel. Der Lauf von Sonne, Mond und Sternen hilft bei der zeitlichen Planung des Ackerbaus und der religiösen Feste.
Dank der Wissenschaft kann man im alten Ägypten bereits sicher das Nilhochwasser voraussagen, im antiken Griechenland wird der Himmel beobachtet, so dass manche bereits vermuteten, dass die Sonnen im Mittelpunkt steht.
Wir wissen heute, dass die Sonne wandert, weil sich die Erde dreht. Aber in der Antike streitet man sich heftig über diese Frage.
Die Erde steht nicht im Mittelpunkt der Welt, obwohl sich Sonne, Mond und Sterne um sie herum zu drehen scheinen. Eine revolutionäre Erkenntnis, die wir dem Astronomen Nikolaus Kopernikus verdanken.
Einige Jahrzehnte nach Kopernikus versucht der Däne Tycho Brahe, das neue Weltbild mit genauen Beobachtungen zu untermauern.
Basierend auf Tycho Brahes Beobachtungen berechnet und formuliert wissenschaftlich korrekt Johannes Keplers das neue Weltbild mit der Sonne im Zentrum und der Erde als ein Planet unter Planeten.
Galileo Galilei entdeckte das Teleskop für die Astronomie. Der ungetrübte Blick in die Tiefen des Alls hat jedoch nicht alle begeistert.
Galilei lässt von der Astronomie ab, doch seine Nachfolger in ganz Europa führen sein Werk fort. Mit immer besseren Teleskopen.
Den Astronomen Ende des 18. Jahrhunderts gelingen zahlreiche Entdeckungen, die belegten, dass es im Universum viel mehr gibt, als die Forscher bis dahin gesehen und angenommen haben.
Die Astronomen versuchen Anfang des 20. Jahrhunderts, mit immer größeren Teleskopen dem Universum weitere Geheimnisse abzuringen – und erleben manche Überraschung.
Mit besseren Standorten der Sternwarten, smogfrei ohne störendes Kunstlicht, schaut der Mensch Ende des 20. Jahrhunderts schwindelerregend tief ins Universum.
Sind wir allein im Weltall oder sind da draußen noch Andere? Für viele Astronome ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir Kontakt zu den anderen aufnehmen werden.