Fünfteilige Tiefenblick-Serie und Linktipps zum Thema Protest in bewegten Zeiten.
In aller Regel orientiert sich Geschichtsschreibung an Institutionen, Organisationen, großen Männern und schriftlichen Dokumenten. Dieser Schieflage begegnet die Sendereihe insofern, als sie von Bewegung – Widerstand – Utopie ausgeht und damit einen anderen Blick auf die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland wirft. Im Zentrum der Überlegungen steht der Begriff des Protests. Protest entsteht aus den Widersprüchen des Systems und wirkt auf dieses wieder zurück.
Schon im Vorfeld des G 8-Gipfels von Heiligendamm rufen globalisierungskritische Organisationen zu Protesten auf. Der Aufforderung von Attac, Gewerkschaften, evangelischer und katholischer Kirche sind am 2. Juni 2007 mehr als 50.000 Menschen gefolgt.
[Tiefenblick, Manuskript ]
Noch vor einiger Zeit wäre einem Journalisten der Gedanke, einmal über Großdemonstrationen in Stuttgart zu berichten, ziemlich utopisch erschienen. Doch vor allem die Demonstrationen gegen das Bahnprojekt "Stuttgart 21", mit zuweilen 100.000 Demonstranten, ist zum Symbol bürgerlichen Protestes geworden.
[Tiefenblick, Manuskript ]
Die Friedensbewegung hat sich im Jahr 2003 eindrucksvoll zurückgemeldet und alles in den Schatten gestellt, was sie in den Jahrzehnten zuvor an Zeichen gesetzt hat.
[Tiefenblick, Manuskript ]
Zwar sind Flashmobs ursprünglich unpolitisch, aber inzwischen längst eine probate und erprobte Protestform im Arbeitskampf wie auch bei politischen Aktionen.
[Tiefenblick, Manuskript ]
Politologen, Historiker und Soziologen gehen davon aus, dass die Proteste im neuen Jahrhundert von der jungen Generation getragen werden und an Wucht zunehmen werden.
[Tiefenblick, Manuskript ]
Wolfgang Sternstein, Friedensforscher und Aktivist mit Lebensmotto [Erlebte Geschichten, Audio]
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