Freitag, 20. Juli 2012
ZeitZeichen
Was dabei herauskam: Ein Brandenburger Tor aus wild flackernden Monitoren und ein Buddha, der vor dem Fernsehen meditiert, indem er sein eigenes Bild betrachtet.
Nam June Paik war tatsächlich einer der ersten Künstler, die Videobilder als potentielle Kunstwerke entdeckten und ausprobierten, was an einem Fernseher Kunst sein kann. Vor allem aber wollte er das wirkmächtige neue Medium als Massenphänomen verstehen und die Zuschauer spielerisch teilhaben lassen, indem sie ihre Bilder selber machen.
In Deutschland interessierte sich damals die Kunstwelt nicht fürs Fernsehen und das Fernsehen nicht für Kunst, die mit ihm selbst zu tun hatte. So wurde Paik erst nach seinem Wechsel in die USA zum "Vater der Videokunst".
Autor: Jörg Biesler
Redaktion: Michael Rüger
Themen: Geschichte, Kultur/Religion
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
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