Sonntag, 15. Juli 2012
ZeitZeichen
Schon vor 1968 gehörte der feinsinnige Berliner neben Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Herbert Marcuse zu den Säulenheiligen des kritischen Denkens. Von diesem deutsch-jüdischen Philosophen schien eine Faszination auszugehen. Vermutlich, weil er - anders als die üblichen Marxisten - nicht nur über Fabriken und Maschinen schrieb, sondern auch über Engel. Seine Vielfalt war beeindruckend. In einem berühmten Aufsatz feierte er den Film als die Kunst der Zukunft. Er sammelte Spielzeug und Kinderbücher. Mit Bertolt Brecht verband ihn eine Freundschaft. Gern nannte er einige seiner Texte "Denkbilder". Er liebte Städte und porträtierte sie literarisch: Berlin, Moskau - und vor allem Paris.
Auf der Flucht vor den deutschen Truppen nahm er sich 1940 das Leben.
Autor: Jürgen Werth
Redaktion: Hildegard Schulte
Themen: Geschichte, Kultur/Religion, Medien
Altersempfehlung: ab 12 Jahre
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