Dienstag, 3. Juli 2012
Scala
Schnell bemerkte auch die seriöse Kritik, dass in diesen Filmen mehr steckt als eine besonders raffinierte Mischung von provokanten Bildern und subtiler Charakterzeichnung. Cronenberg ist zum radikalen Film-Essayisten geworden, der sich mit "Crash" oder "eXistenZ" traut, ins Innere der post-modernen Gesellschaft zu blicken, in der die Medien die Verhältnisse von Schmerz und Lust neu bestimmen.
In seinem aktuellen Film wendet er sich Don De Lillos Roman über einen zynischen New Economy-Spekulanten zu, ein neuerlicher Tauchversuch in die Abgründe der Seele im 21. Jahrhundert.
Zum Filmstart von "Cosmopolis" würdigt Scala einen der großen Philosophen-Regisseure des Kinos.
Autoren: Markus Metz & Georg Seeßlen
Redaktion: Simone Thielmann
Themen: Kultur/Religion, Medien
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