Sonntag, 8. April 2012
Erlebte Geschichten
Heute lebt er in Leopoldshöhe bei Bielefeld. Mennoniten gehen auf den Friesen Menno Simons zurück, der im 16. Jahrhundert, nachdem in Münster die Wiedertäufer gescheitert waren, aus Teilen der christlichen Bewegung eine neue religiöse Gruppe gegründet hatte. Da sie immer wieder verfolgt wurden, flohen viele Mennoniten ins Ausland - unter anderem nach Amerika und Russland.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, verstärkt aber nach dem Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs, kamen mit den Aussiedlern viele Mennoniten vorwiegend aus der Sowjetunion wieder zurück nach Deutschland. So stammt etwa jeder zehnte Russlanddeutsche hierzulande aus einer mennonitischen Familie, wie auch Franz Thiessen, der sich noch gut an seine Kindheit und Jugend in Paraguay erinnert.
Autorin: Hedwig Lechtenberg
Redaktion: Mark vom Hofe
Themen: Geschichte, Länder/Völker
Altersempfehlung: ab 12 Jahre
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