Montag, 6. September 2010
Dokumentation
Bitte beachten! Die Wiederholung ist in der Nacht vom 5. auf den 6. September 2010.
Noch ist der Nationalpark Eifel überwiegend von Menschhand geschaffene Natur. Doch die "Macher" des Parks haben einen Masterplan, mit dem sie den Park wieder in eine Wildnis verwandeln wollen: Ein Plan, der gut dreihundert Jahre in die Zukunft reicht.
Es ist noch viel zu tun im Nationalpark, doch die Ranger haben die Natur auf ihrer Seite: So überlassen sie dem gefürchteten Borkenkäfer die Fichtenwälder und pflanzen zehntausende Buchen. Sie sollen in den kommenden Jahrhunderten wieder den hier früher heimischen Hallenwald mit mächtigen Stämmen bilden. Abgestorbene Bäume werden nicht abtransportiert; sie bieten als "Totholz" vielen Tieren Unterschlupf und Nahrung.
Für die Wildtiere -darunter stattliche Hirsche, seltene Vögel und nachtaktive Wildkatzen - ist das Wegemanagement der Parkverwaltung überlebenswichtig. Weil die Besucher die Wege nicht verlassen dürfen, kommen nun auch scheue Tiere in den Nationalpark.
Der Park ist für viele Naturforscher eine seltene Gelegenheit, die langsame Verwandlung in Wildnis und Urwald zu beobachten. So verfolgen sie die Auswirkungen des Klimawandels auf den Park und simulieren in Supercomputern, wie das weite Grasland der Dreiborner Hochfläche, das bis vor kurzem noch ein Schießplatz für Panzer war, immer mehr von Ginsterbüschen und Bäumen besiedelt wird.
Der Park ist ein Magnet für Besucher. Für jeden gibt es maßgeschneiderte Angebote: Von der Wald-Wanderung mit einem Ranger über den Wildnis-Workshop für Schüler bis hin zur mehrtägigen, anstrengenden Abenteuer-Solowanderung auf dem Wildnis-Trail.
Film von: Udo Tschimmel
Am 15. und 22. September 2010 zeigt das Schulfernsehen die Dokumentation jeweils ab 7.20 Uhr in einer 3-teiligen, 45-minütigen Fassung. Weitere Informationen auf den Seiten von Planet Schule
Themen: Länder/Völker, Natur/Umwelt