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Fernsehsendung Montag, 26. Juli 2010

Dokumentation

22.45 - 23.30 Uhr, WDR Fernsehen

Protokoll einer Katastrophe: Der Absturz der Concorde

10 Jahre ist es her: 25. Juli 2000 - Ein Tag, der weltweit Entsetzen auslöste. Für die Concorde war es ein Schicksalstag, der Anfang vom Ende, der Absturz eines Mythos. Die Filmautoren Peter Bardehle und Angela Volkner haben den Schicksalstag des Flugzeuges minutiös unter die Lupe genommen.


114 Menschen ließen beim Absturz des Überschallflugzeuges der Air France AF 4590 an dem Tag ihr Leben, 100 Passagiere, 9 Crewmitglieder und 5 weitere Opfer am Boden - das Nebengebäude eines Hotels nahe dem Pariser Vorort Gonesse wurde komplett zerstört. Unter den Opfern waren 97 Deutsche, die meisten waren Touristen, die sich auf eine Luxuskreuzfahrt im Anschluss gefreut hatten, sowie eine deutsche Stewardess.

Der Grund für den Absturz scheint schnell gefunden. Bereits ein Jahr nach dem Absturz erscheint ein 350 Seiten starker Untersuchungsbericht, demzufolge der "direkte Auslöser" des Unglücks ein herumliegendes Ersatzteil einer zuvor gestarteten DC 10 der Continental Airways zugeschrieben wird, das die Unglücksmaschine überrollt haben soll.

Überhaupt reagiert man von offizieller Seite sehr schnell auf den Absturz. Die Hinterbliebenen der Opfer werden sehr rasch in bis dato nicht gekannten Höhen finanziell abgefunden. Air France reagiert auf die Zweifel mit einer rigiden Informationspolitik, verhängt bis auf den offiziellen Untersuchungsbericht einen Kommunikationsstopp und mauert bis heute. Doch bald melden sich erste Zweifel an dieser schnellen offiziellen Absturztheorie. Ein Jahr lang lassen sowohl Air France als auch British Airways ihre Concorde auf dem Boden, lassen sie für 200 Millionen Euro sicherheitstechnisch nachrüsten, bis sie sich dann eingestehen müssen, dass das Vertrauen in den einstigen "Wundervogel" derart gestört ist, dass sie 2003 endgültig unter viel Tränen den Flugverkehr mit diesem Gerät einstellen müssen.

Für "Absturz der Concorde" rückt auch ein bis dato eher vernachlässigtes Detail in den Fokus: Am 25. Juli 2000 sollten gleich zwei Concorde auf ihrem Weg nach New York den Atlantik passieren. Eine kam an, die andere nicht. Der Fluglotse, der bis zuletzt versuchte, den Kontakt zur Unglücksmaschine zu halten, Hinterbliebene der Opfer, ein Pfarrer aus Mönchengladbach, der sich um die Seelsorge der Angehörigen kümmerte, Aufzeichnungen der Black Box und bis dato ungezeigte Amateuraufnahmen zeichnen ein berührendes Bild des Absturztages nach. Ehemalige Concorde-Piloten und Bordingenieure erklären ihre Zweifel an der vermeintlichen Absturzursache und belegen die ungeheuerliche Verkettung von Umständen und Schlampereien, die zum Unglück führten.

Film von: Peter Bardehle, Angela Volkner
Erstsendung ARD/WDR: 9.10.2006

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Themen: Naturwissenschaft


Weiterer Programmtipp

  • Wo warst Du, als... die Concorde abstürzte?

    Vom 25. auf den 26. Juli 2010, ab 0.00 Uhr, ARD: Das Erste
    Dieser 25. Juli 2000 hat sich förmlich eingebrannt in die Erinnerung der Menschen. Auch "Tagesthemen"-Moderator Tom Buhrow, die TV-Journalistin Sonia Mikich und der ehemalige Verkehrsminister Reinhard Klimmt erinnern sich noch ganz genau, wenn man sie fragt: Wo warst Du, als ... die Concorde abstürzte?





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