Dienstag, 16. März 2010
Abenteuer Erde
Im Norden beginnt es besonders dramatisch. Mit einem Mal ist Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland bevölkert von Tausenden geschäftiger Vogelpaare: Basstölpel und Lummen streiten lauthals um die besten Nistplätze an den Steilklippen. In den feuchten Bruchwäldern Norddeutschlands beginnen Scharen von Kranichen mit ihren majestätischen Balztänzen. Während weiter südlich an der Elbe viele Biber bereits ihren Nachwuchs im hölzernen Bau hüten. Der Frühling ist in der Tierwelt die Hauptzeit für Geburten: Pferde, Füchse, Hirsche und Feldhasen. Sie alle müssen sich jetzt um ihre "Neuzugänge" kümmern.
Aufbruch, Wiedergeburt spiegelt sich auch in vielen traditionellen Frühlingsfesten: Am Ostersonntag findet bei den Sorben in der Lausitz seit Jahrhunderten das Osterreiten statt, in Bayern tanzt man unter dem Maibaum und im Salzkammergut wird das Narzissenfest in prächtigen Umzügen begangen.
Nur in den österreichischen Hochalpen hält sich der Winter bis weit ins Frühjahr hinein, regt sich kaum Leben. Wenn schließlich auch dort das Eis schmilzt, stürzen gewaltige Ströme und Wasserfälle zu Tal.
Neben den atemberaubenden Bildern bietet auch der Soundtrack etwas Besonderes: Zum ersten Mal bei einer heimischen Naturdokumentation wurde die Musik von einem großen Symphonieorchester eingespielt - der NDR Radiophilharmonie Hannover unter der Leitung von Timothy Brock.
Film von: Nele Münchmeyer, Hilmar Rathjen
Co-Produktion von NDR, WDR und ORF
Erstsendung WDR: 20.3.2007
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Auf Einsfestival ist der Film für den 22. und 23. März 2010 geplant. Weitere Informationen vor der Ausstrahlung unter einsfestival.de.
Themen: Natur/Umwelt
Schon seit jeher bewunderten und verehrten die Menschen den Kranich. Als Frühlings- und Glücksboten, Göttervogel und Sinnbild für Treue und ein langes Leben.