Sonntag, 28. Februar 2010
Dokumentation
Die im Friedensvertrag beschlossenen Abstimmungen über die Zugehörigkeit Oberschlesiens bescherten der Region eine Teilung und erbitterte Auseinandersetzungen über die Rechtmäßigkeit der Ergebnisse. Dabei hatte die Bevölkerung sich seit Jahrzehnten ziemlich erfolgreich dagegen gewehrt, national vereinnahmt zu werden. Gegen den Anspruch, sich als "deutsch" oder "polnisch" zu bekennen, setzten sie ihr Verständnis als Schlesier.
Nach 1920 wurden die deutsche Minderheit im polnischen Teil und die polnische Minderheit im deutschen Teil zum Spielball nationalistischer Fehden, mit dramatischen Auswirkungen auf einzelne Lebenswege. Während im überwiegend deutsch besiedelten Niederschlesien, an den Ufern der Oder und im Schatten des Riesengebirges, in Breslau und Hirschberg, das Leben fast bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges ruhig und idyllisch blieb, wurde überall an den "Nahtstellen" zwischen deutschen und polnischen Regionen klar, dass es nicht bei einer friedlichen Nachbarschaft bleiben sollte.
Wie diese Situation das Leben und den Alltag geprägt hat, davon erzählt diese Dokumentation anhand sehr persönlicher Erinnerungen von Deutschen und Polen.
Film von: Hans-Dieter Rutsch
Erstsendung WDR: 12.10.2009
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Die weiteren Termine:
Sonntag, 21. Februar 2010: Teil 1 - Pommern
Sonntag, 7. März 2010: Teil 3 - Westpreußen
Jeweils ab 15.05 Uhr im WDR Fernsehen.
Das Begleitbuch zu dieser WDR-Fernsehserie ist im Handel erhältlich: Als der Osten noch Heimat war: Was vor der Vertreibung geschah: Pommern, Schlesien, Westpreußen. Erschienen beim Rowohlt Verlag, ISBN: 3871346446.
Themen: Geschichte