Mittwoch, 17. Februar 2010
Abenteuer Erde
Etwa 400 Rassen gibt es weltweit, doch die Methoden einiger Züchter werden für viele Hunde zur Qual. Dieser Film beleuchtet die Beziehung von Mensch und Hund über die Jahrhunderte: Macht es Sinn, die Nachfahren des Wolfes heute als Schoßhündchen zu halten?
Im Orient wurden die grazilen Windhunde, wie wir sie bis heute kennen, schon vor über 6000 Jahren gezüchtet. Der persische Windhund, der Saluki, ist ein perfekter Jagdhund in der Wüste.
Der einstige Zweck der Salukis - nämlich den Nomaden bei der Jagd zu helfen und somit ihr Überleben zu sichern - spielt bei der modernen Hundezucht kaum noch eine Rolle. Bei den meisten Rassehunden geht es heute darum, Tiere mit bestimmtem Aussehen zu züchten: Exakte Kopf- und Körperform sowie die Fellfarbe erscheinen wichtiger als ihre Fähigkeiten zur Hasenjagd. Hunde dienen heute vor allem als Statussymbol oder Freizeitbeschäftigung, ihre Talente als Helfer und Beschützer treten immer weiter in den Hintergrund.
Gezüchtet wird, was gefällt. Dass die Zucht extremer Formen - wie kurze Vorderbeine und übermäßig großer Kopf bei Bulldoggen - viele Rassehunde krank macht, trat lange in den Hintergrund. Erst allmählich scheinen Züchter und Halter zu erkennen, dass sie mehr Verantwortung für Gesundheit und Zukunft ihrer Tiere übernehmen müssen, um die einzigartige Beziehung zwischen Mensch und Hunde dauerhaft zu bewahren.
Auch wenn die ursprüngliche Bedeutung von Hunden als Wächter und Jagdhelfer immer geringer wird - es gibt noch viel zu lernen über die unentdeckten Talente unserer treuesten Weggefährten auf vier Pfoten.
Film von: Corinna Faith
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