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Fernsehen
„Wer unter einen Bagger kommt, dessen Körper ist zerquetscht oder er ist tot. Leichte Verletzungen gibt es da nicht!“ Rudi Clemens weiß, wovon er spricht. Seit Jahren setzt sich der 59-Jährige, selbst Polier in einem mittelständischen Unternehmen, für die Sicherheit der großen Baumaschinen ein.
Die meisten Bagger werden ohne ausreichende Sichtmöglichkeiten nach hinten oder zur Seite eingesetzt. Faktisch blind werden Baggerführer auf Baustellen so unfreiwillig zu Tätern, sobald sie den Rückwärtsgang einlegen. Allein in den vergangenen zwei Jahren zählte Rudi Clemens 29 tödliche Unfälle.
Verurteilt werden die Baggerführer. Zwar oft nur zu verhältnismäßig geringen Strafen, eben weil sie nicht genug sehen konnten. Aber sie fühlen sich als ‚Mörder wider Willen’ und kämpfen ein Leben lang mit quälenden Schuldfragen. „Dabei wären fast alle dieser Unfälle zu verhindern“, sagt Rudi Clemens. Nachrüstbare Kameras für eine ausreichende Rundumsicht kosten rund 1000 Euro.
An kaum einer Baustelle geht Rudi Clemens vorbei, ohne die Kollegen auf das tödliche Risiko ihrer Maschinen hinzuweisen und klärt sie in selbst organisierten Seminaren am Wochenende auf. Auch Herstellern und dem Gesetzesgeber redet er ins Gewissen. Seine gesamte Freizeit opfert er für seinen hartnäckigen Kampf.
tag7 begleitet Rudi Clemens bei seinem unermüdlichen Einsatz.
Redaktion: Angelika Wagner
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