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Diagnose Alzheimer! Mit 57 Jahren änderte sich das Leben von Christian Zimmermann schlagartig: „Es ist so, wie wenn jemand einem das Hirn ausschaltet. Das Wissen, dass man es nicht aufhalten kann, das ist das Schlimmste.“ Der ehemalige Unternehmer spricht bei Quarks & Co über sein Leben nach der Diagnose im Juli 2007 – über seine Ängste, seine Verzweiflung und seine Wut, aber auch über seine Hoffnung und über den „Schatz der Alzheimer“, das Langzeitgedächtnis. Stellvertretend für viele Betroffene gibt Christian Zimmermann ganz persönliche Einblicke in eine Welt, die gesunden Menschen sonst verschlossen bleibt. Im Studio begrüßt Ranga Yogeshwar außerdem den Alzheimer-Forscher Prof. Hans Förstl, der der Überzeugung ist, dass die Krankheit nicht schicksalhaft hingenommen werden muss. Der Autor des „Anti-Alzheimerbuchs“ erklärt, wie man gegen Alzheimer vorbeugen kann, welche aktuellen Behandlungsmöglichkeiten wirksam sind und auf welche Situation sich die Gesellschaft einstellen muss.
Malen und Theaterspielen als Therapie
In seinem früheren Leben war Christian Zimmermann ein erfolgreicher Unternehmer. Seine Firma in München stellte Spiegel für Theater her, hier war er der Macher – und hier spürte er erstmals, dass irgendwas nicht stimmt, dass die komplizierten Handgriffe an den Maschinen nicht mehr sitzen. Heute ist sein Motto: „Du musst Dir selbst helfen.“ Er steht in einem kleinen Theater in Schwabing auf der Bühne und hat mit dem Spielen eine andere Form der Sprache und des Ausdrucks gefunden. Und er malt. Mit seinen Bildern gibt er seinen Gefühlen und seiner Krankheit ein Gesicht. Ein paar der Bilder hat er zum Gespräch mit Ranga Yogeshwar mitgebracht.
Die ideale Anti-Alzheimer-Woche
Während Medikamente die Krankheiten maximal ein Jahr verzögern können, zeigen groß angelegte Studien, dass geistige und körperliche Aktivität gegen Alzheimer vorbeugen können. Eine ideale Anti-Alzheimer-Woche könnte laut Prof. Hans Förstl so aussehen: Montagabend: Schach spielen; Dienstag: Joggen in der Laufgruppe; Mittwoch: Italienischlernen in der VHS; Donnerstag: Fitnessstudio; Freitag: wieder VHS, diesmal Alte Geschichte; am Wochenende: eine Ausstellung besuchen und anschließend darüber sprechen. Welchen Einfluss hat der Lebensstil auf den Ausbruch der Krankheit? Quarks & Co macht sich auf die Suche nach Antworten.
Pillen gegen das Vergessen?
Weltweit forschen Wissenschaftler nach dem Medikament gegen Alzheimer. Und immer wieder gibt es „Erfolgsmeldung“. Doch meist ist der Wirkstoff nur an Versuchstieren erprobt und noch längst nicht praxisreif. Auch nach über 20 Jahren Forschung gibt es kein Medikament, dass Alzheimer wirklich aufhält. Bislang lässt sich die Krankheit nur ein wenig verzögern – maximal ein Jahr. Quarks & Co fragt nach: Was können Medikamente aktuell leisten?
Prominente Alzheimer-Kranke
Prominente wie Rita Hayworth und Ronald Reagan gingen offen mit ihrer Erkrankung um. Auch von Boxer Sugar Ray Robinson, Fußball-Trainer Helmut Schön und Schauspieler Charlton Heston wusste die Öffentlichkeit, dass sie an Alzheimer erkrankt waren. Und über ihren Mann, den Universalgelehrten Walter Jens, sagt seine Frau Inge im „Stern“-Interview. „Er ist in einer Welt, zu der ich wenig oder gar keinen Zugang habe.“ Helfen Prominente und ihre Angehörigen dem Durchschnittsbürger, wenn sie offen über die Erkrankung sprechen? Quarks & Co geht dieser Frage nach.
Redaktion Claudia Heiss
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