URL: "http://www.wdr.de/unternehmen/presselounge/programmhinweise/fernsehen/2010/03/20100316_abenteuer_erde_wilde_heimat.phtml"
Sie befinden sich hier: WDR.de > Unternehmen > Presse

Fernsehen
Film von Nele Münchmeyer und Hilmar Rathjen
Viele Naturfilme widmen sich einer Tierart oder einem speziellen Schutzgebiet. Eine Gesamtschau der bedeutendsten Naturlandschaften und Tiere Deutschlands und Österreichs fehlte bisher. In der aufwendigen Co-Produktion „Wilde Heimat“ von NDR, WDR und ORF sind die großen Naturschauspiele unserer Heimat, dazu traditionelle Bräuche und prächtige Feste in vier Folgen zu sehen, die der WDR jeweils zu Beginn einer Jahreszeit ausstrahlt.
Gedreht wurde mit Spezialkameras, die wackelfreie Flugaufnahmen, extreme Zeitlupen von schnellen Bewegungen und Zeitraffer von Landschaften über Monate ermöglichen. Neben den atemberaubenden Bildern bietet auch der Soundtrack etwas Besonderes: Zum ersten Mal bei einer heimischen Naturdokumentation wurde die Musik von einem großen Symphonieorchester eingespielt – der NDR Radiophilharmonie Hannover unter der Leitung von Timothy Brock.
Zu Frühlingsbeginn brechen erste zarten Blüten durch den schmelzenden Schnee, ein Hauch frisches Grün überzieht den Waldboden, die ersten Zugvögel aus dem Süden treffen ein. Im Norden beginnt es besonders dramatisch. Mit einem Mal ist Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland bevölkert von Tausenden geschäftiger Vogelpaare: Basstölpel und Lummen streiten lauthals um die besten Nistplätze an den Steilklippen. In den feuchten Bruchwäldern Norddeutschlands beginnen Scharen von Kranichen mit ihren majestätischen Balztänzen. Während weiter südlich an der Elbe viele Biber bereits ihren Nachwuchs im hölzernen Bau hüten. Der Frühling ist in der Tierwelt die Hauptzeit für Geburten: Pferde, Füchse, Hirsche und Feldhasen. Sie alle müssen sich jetzt um ihre „Neuzugänge“ kümmern.
Aufbruch und Wiedergeburt spiegeln sich auch in traditionellen Frühlingsfesten: Am Ostersonntag findet bei den Sorben in der Lausitz seit Jahrhunderten das Osterreiten statt, in Bayern tanzt man unter dem Maibaum und im Salzkammergut wird das Narzissenfest in prächtigen Umzügen begangen. Nur in den österreichischen Hochalpen hält sich der Winter bis weit ins Frühjahr hinein, regt sich kaum Leben. Wenn schließlich auch dort das Eis schmilzt, stürzen gewaltige Ströme und Wasserfälle ins Tal.
Redaktion: Gabriele Conze
Durchsuchen Sie unsere Pressemitteilungen und Programmhinweise