Ina Ruck (46) ist neue Leiterin des ARD-Studios Moskau, wo sie
zuvor schon zweimal als Korrespondentin gearbeitet hat. Sie folgt
auf Thomas Roth, der als Studioleiter in das ARD-Studio New York
gewechselt ist.
Ruck, am 03. Juni 1962 in Unna geboren, studierte in Münster und
Wien Slawistik, Politikwissenschaft und Publizistik.
Auslandsstudien führten sie nach Moskau und Oxford. 1989 schloss
sie ihr Studium mit Magister Artium ab.
Von 1990 bis 1992 volontierte Ina Ruck beim NDR. In dieser Zeit
war sie auch in Moskau, wo sie den August-Putsch miterlebte und
mehrere Monate im ARD-Studio mit dem damaligen Studioleiter Gerd
Ruge arbeitete.
Nach Beendigung des Volontariats wechselte Ina Ruck zum
Westdeutschen Rundfunk und war Redakteurin im Gründungsteam des
ARD-Morgenmagazins. Im Sommer 1994 führte sie ein
Journalistenstipendium für mehrere Monate zu ABC nach Boston. Von
Juli 1995 bis Juli 2000 war Ina Ruck ARD-Korrespondentin im Studio
Moskau, danach arbeitete sie als Redakteurin und Reporterin in der
WDR-Programmgruppe Politik und Zeitgeschehen in Köln. Im
US-Wahljahr 2004 war sie für ein knappes Jahr im ARD-Studio
Washington tätig, um dann von Februar 2005 bis Mai 2007 erneut als
Korrespondentin nach Moskau zu gehen.
Von Mai 2007 bis November 2008 arbeitete sie – wieder in einem
Wahljahr – als Korrespondentin der ARD in Washington. Im Dezember
2008 übernahm sie die Leitung des ARD-Studio Moskau.
Ihre mehrstündige Live-Reportage aus Moskau zum 50. Jahrestag des
Sieges der Roten Armee über Hitlerdeutschland brachte Ruck 1996 den
„Axel Springer Preis für junge Journalisten“. Diese Auszeichnung
erhielt sie erneut im Jahr 1998 für ihre ARD-exclusiv-Reportage
„Jagd nach dem schwarzen Gold“ über Kaviarfischer an der Wolga.
2000 wurde sie für ihre Reportage über eine Schule in Grosny mit
dem „Prix Bayeux“ des Correspondants de Guerre“ ausgezeichnet.