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Die kürzlich verstorbene langjährige WDR-Radiojournalistin und „Heldenmutter“ Magda Gatter ist heute in Bergisch Gladbach beigesetzt worden. Sie war am 2. Dezember im Alter von 92 Jahren gestorben. Gatter war eine der ersten Journalistinnen im wieder aufgebauten Kölner Funkhaus und prägte mehr als 25 Jahre lang das Hörfunkprogramm des WDR. WDR-Hörfunkdirektor Wolfgang Schmitz würdigte insbesondere ihren Einsatz für die Weiterentwicklung des WDR-Hörfunkprogramms und ihr gesellschaftliches Engagement. „Wir trauern um Magda Gatter, einer Pionierin des deutschen Hörfunkjournalismus nach dem Zweiten Weltkrieg. Als Leiterin des Frauenfunks gab sie in den sechziger und siebziger Jahren viele entscheidende Impulse für die Modernisierung des WDR-Hörfunkangebots. Sie war eine großartige eloquente Frau, eine sehr engagierte Journalistin, unabhängig, leidenschaftlich und kämpferisch“, sagte Schmitz.
Magda Gatter, im September 1915 geboren, lebte bis zuletzt in Bergisch Gladbach. Ab Mitte der fünfziger Jahre arbeitete sie zunächst als freie Journalistin für den WDR. Im April 1963 folgt die Festanstellung als Redakteurin mit besonderen Aufgaben; sie wurde Leiterin des Frauenfunks. Viel Aufsehen erregte Gatter im Oktober 1963 mit der Glosse „Hilfe, ich bin eine Heldenmutter“ über den Wehrdienst ihres vierten Sohnes Peter, dem späteren WDR- und NDR-Journalisten. Durch die Satire fühlte sich der damalige Verteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel (CDU) derart provoziert, dass er beim WDR-Intendanten protestierte und sich in seinem Schreiben an „sowjetzonale Zersetzungspropaganda“ erinnert fühlte. Es kam zu einer Diskussion im Bundestag. WDR-Intendant Klaus von Bismarck stellte sich schützend vor Magda Gatter. 1971 startete unter ihrer Leitung die erste Frauensendung des WDR, „Dampftopf“. 1974 wurde sie Leiterin der Redaktionsgruppe Familie und Gesellschaft. In dieser Funktion trug sie entscheidenden Anteil daran, dass immer mehr Journalistinnen vor dem Mikrofon und in den Redaktionen ihren Platz fanden und dass das Radio mit Sendungen wie „Hallo Ü-Wagen“ den Hörerinnen und Hörern ein Forum bot.
1980 schied Magda Gatter im Alter von 65 Jahren aus dem WDR aus. Bis ins hohe Alter hinein hat sie sich in Bergisch Gladbach um Aussiedler und sozial Schwache gekümmert.
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