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Pressemitteilung
27.03.2007, 17.32 Uhr
Radio

Kulturradio WDR 3 sendet zum 25. Todestag von Peter Weiss das 12 Stunden-Hörspiel „Die Ästhetik des Widerstands“ nonstop

Aus Anlass des 25. Todestags von Peter Weiss am 10. Mai 2007 widmet das Kulturradio WDR 3 dem Schriftsteller und seinem wichtigsten Werk „Die Ästhetik des Widerstands“ einen umfangreichen Programmschwerpunkt.

 

Im Zentrum steht dabei die Erstsendung der 12-stündigen Hörspiel­fassung der Ästhetik des Widerstands auf WDR 3 am Sonntag, 6. Mai, von 12.05 bis Mitternacht. Karl Bruckmaier inszenierte das Großprojekt mit den Hauptdarstellern Peter Fricke und Robert Stadlober. Die Sendung wird nur von den Nachrichten um 16 Uhr und um 20 Uhr unterbrochen, alle anderen Sendungen entfallen an diesem Tag.

 

Bereits am Sonntag, 29. April, diskutieren im Kulturpolitischen Forum WDR 3 (19.05 - 20.00 Uhr) Schriftsteller Marcel Beyer, Autor Jens-Fietje Dwars und Theaterintendant Matthias Lilienthal über die Auswirkungen des „Jahrhundertromans“, der das Verhältnis zwischen Kunst und Politik thematisiert.

Ob der ästhetische Widerstand in der Gegenwartskultur noch zu finden ist, erkundet eine dreiteilige Reihe im aktuellen Kulturmagazin Resonanzen von Mittwoch, 2. Mai bis Freitag, 4. Mai, jeweils ca. 18.30 Uhr.

 

 

Die einzelnen Sendungen zum 25. Todestag von Peter Weiss:

 

WDR 3, Forum WDR 3, Sonntag, 29. April 2007, 19.05 - 20.00 Uhr

„Jedes Wort mußte aus der Machtlosigkeit herausgesucht werden…“

Über Ästhetik und Widerstand im Werk von Peter Weiss

Moderation Imke Wallefeld

Redaktion Wolfgang Schiffer

 

Zehn Jahre hat Peter Weiss an „Die Ästhetik des Widerstands“ gearbeitet. Der dritte Band erschien 1981, ein Jahr vor seinem Tod. Peter Weiss habe sein Leben an diesen Roman gegeben, sagt sein Biograph Jens-Fietje Dwars. Die Veröffentlichung des Werks erzeugte Aufruhr. Nicht nur, weil es darin um die Geschichte der Arbeiterbe­wegung, Kämpfe zwischen Sozialdemokratie und Kommunismus, das Scheitern des antifaschistischen Widerstands ging, sondern auch, weil die Behandlung der großen Fragen von Kunst und Leben, dem Leser einige Anstrengungen abverlangen.

 

Im Kulturpolitischen Forum WDR 3 sprechen Schriftsteller Marcel Beyer, Autor Jens-Fietje Dwars und Theaterintendant Matthias Lilienthal darüber, wie sie heute auf diesen Roman schauen und welche Einflüsse er auf ihre künstlerische Arbeit ausübt.

 

 

WDR 3, Resonanzen, Mittwoch bis Freitag, 2. - 4. Mai 2007, 17.05 - 20.00 Uhr

Das Ende der großen Erzählung oder Die Ästhetik des Widerstands

Dreiteilige Reihe, jeweils ca. 18.30 Uhr

Redaktion Morten Kansteiner

 

Ende der 70er Jahre diagnostizierte der Philosoph Jean-François Lyotard das Ende der großen Erzählungen. Zur selben Zeit arbeitete Peter Weiss an der Vollendung seines Romans „Die Ästhetik des Widerstands“. Gerade weil ein literarisches Großprojekt dieses Zuschnitts heute kaum noch denkbar erscheint, kann es uns einiges über unsere Gegenwartskultur verraten: Ist uns jede Möglichkeit einer umfassenden Sinnstiftung abhanden gekommen? Hat sich der ästhetische Widerstand angesichts mächtiger Moden und Märkte erledigt? Sowohl aus wissenschaftlicher, als auch aus künstlerischer Perspektive werden in den Resonanzen drei Autoren diesen Fragen nachgehen.

 

 

WDR 3, WDR 3 spezial, Sonntag, 6. Mai 2007, 12.05 - 24.00 Uhr

Die Ästhetik des Widerstands

Von Peter Weiss

Komposition David Grubbs

Bearbeitung und Regie Karl Bruckmaier

Produktion BR/WDR 2007/ca. 700’

Redaktion Wolfgang Schiffer

 

Im Zentrum des fast 1.000 Seiten umfassenden Geschichts­triptychons steht die Person eines fiktiven deutschen Wider­standskämpfers. Dieser Ich-Erzähler verlässt als Jugendlicher 1937 Berlin und gelangt über die Tschechoslowakei, Spanien und Paris nach Schweden. Er wird Zeuge der Widerstandskämpfe gegen Nazideutschland und der Machtkämpfe innerhalb der Kommunistischen Partei. Der namenlose Protagonist ist in vielen Details dem Autor nachgebildet. Er gibt Peter Weiss Gelegenheit, durch seine literarische Trauer- und Erinnerungsarbeit eine sprachmächtige Aufarbeitung eines historisch entscheidenden Jahrzehnts in der Auseinandersetzung der Ideologien zu liefern. Am Ende steht der Fall des Faschismus, gleichzeitig entwerten sich aber auch die Utopien der europäi­schen Linken im sowjetischen Personenkult und in der weltan­schaulichen Zerrissenheit der Arbeiterparteien.

 

Mit Robert Stadlober, Peter Fricke, Rüdiger Vogler, Michael Tregor u.v.a.

 

Das Hörspiel ist als CD-Edition auch im Buchhandel erhältlich.

 

 

Weitere Informationen: www.wdr3.de oder WDR 3 - Hörertelefon: 0180/5678333

 

 

 


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