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25.05.2012

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neuneinhalb Lexikon Kyoto-Protokoll

neuneinhalb Lexikon

Kyoto-Protokoll

Mann mit spitzem Hut geht über ein ausgedorrtes rissiges Feld, Rechte:WDR/dpa Dürre in Indonesien: Durch die Klimaveränderung kommt es immer häufiger zu solchen Naturkatastophen. 1997 haben sich Politiker aus fast allen Ländern der Welt in der japanischen Stadt Kyoto getroffen. Ihr Ziel: Ein Plan zum Schutz des Klimas, denn das ist in Gefahr. Die Politiker einigten sich darauf, in Zukunft weniger Schadstoffgase zu produzieren, die den sogenannten Treibhauseffekt verstärken und dadurch die Erde erwärmen. Ihre Vereinbarungen schrieben sie im Kyoto-Protokoll auf.
Doch erst acht Jahre später - im Jahr 2005 - hatten so viele Länder das Protokoll unterschrieben, dass es in Kraft treten konnte. Mittlerweile haben 162 Länder das Kyoto-Protokoll unterzeichnet und sich damit verpflichtet, den Klimaschutz in die Tat umzusetzen. Genauer gesagt: Sie versprechen, bis zum Jahre 2012 deutlich weniger Treibhausgase zu produzieren als noch 1990. Jedes Land hat einen bestimmten Zielwert bekommen: Vor allem reiche Industrieländer, wie Deutschland oder Frankreich, müssen ihren Schadstoffausstoß drastisch verringern.

Wie kann man den Ausstoß von Abgasen verringern?

mehrere Windräder hintereinander, Rechte:mauritius Windräder produzieren Energie, ohne schädliche Treibhausgase auszustoßen. Wie die Länder das machen, bleibt ihnen selbst überlassen. Deutschland fördert zum Beispiel die Nutzung erneuerbarer Energien, wie Wind- oder Solarenergie. Denn beim Verbrennen von Kohle oder Erdöl, aus denen man ebenfalls Energie gewinnen kann, entstehen Treibhausgase. Außerdem gibt es in Deutschland die Ökosteuer, die das Benzin und damit das Autofahren teurer macht – aus dem Autoauspuff kommen nämlich auch Treibhausgase.

Qualmende Türme und Schornsteine eines Kohlekraftwerkes, Rechte:mauritius Bei der Energiegewinnung in einem Kohlekraftwerk entstehen dagegen sehrviele Treibhausgase. Besonders viele Schadstoffe steigen aus den Schornsteinen alter Fabriken. Eigentlich müssten diese Fabriken erneuert werden, aber das können sich viele Firmen gar nicht leisten. Deshalb lassen sie sich auf einen Emissionsrechtehandel mit Firmen ein, die sehr wenig Treibhausgase ausstoßen. Und das ist nicht nur in Deutschland so, sondern in allen Ländern der Europäischen Union.

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