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25.05.2012

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neuneinhalb Lexikon Emissionsrechtehandel

neuneinhalb Lexikon

Emissionsrechtehandel

Das Wort Emission kommt aus dem Lateinischen und bedeutet 'Ausstoß'. Beim Emissionsrechtehandel wird also das Recht ver- oder gekauft, das einem erlaubt, Schadstoffe wie zum Beispiel CO2 auszustoßen. CO2 ist die Abkürzung für Kohlendioxid, ein Gas, das den Treibhauseffekt verstärkt. Kohlendioxid kommt zum Beispiel aus dem Autoauspuff, aber auch Fabrikschornsteine stoßen dieses Gas aus.

Zu hoher Schadstoffausstoß wird bestraft

Schornstein aus dem eine weiße Qualmwolke steigt, Rechte:dpa Schornsteine von Fabriken pusten viele Treibhausgase in die Luft Schornsteine und Fabrikenpusten viele Abgase in die Luft, um das Klima der Erde zu schützen, haben einige Länder einen Plan erstellt: das Kyoto-Protokoll. Alle Länder, die das Kyoto-Protokoll unterschreiben, verpflichten sich, weniger Kohlendioxid und andere schädliche Gase zu produzieren. Das Kyoto-Protokoll schreibt jedem Land vor, wie viele Schadstoffe es ausstoßen darf. In Deutschland gibt es Kontrolleure, die große Unternehmen besuchen und überprüfen, wie viel CO2 ihre Schornsteine in die Luft blasen: Jede Firma hat einen Grenzwert, den sie nicht überschreiten darf. Sonst muss sie eine Strafe zahlen.

Emissionsrechte werden an der Börse verkauft

Eine große Fabrik mit sechs rauchenden Schornsteinen, Rechte:dpa Manche Firmen kaufen sich eine Erlaubnis, um mehr Abgase produzieren zu können. Es gibt Unternehmen, die sehr viel weniger CO2 in die Luft blasen, als sie eigentlich dürften – vor allem solche, die sehr moderne, neu erbaute Fabriken besitzen. Aber es gibt auch viele Unternehmen, die deutlich mehr Abgase in die Luft pusten, als erlaubt – vor allem die, die alte Fabriken besitzen. Deshalb wurde der Emissionsrechtehandel erfunden: Wenn Fabrik A weniger Abgase produziert, als erlaubt, darf Fabrik B mehr Abgase produzieren, als ihr Grenzwert zulässt. Allerdings nur, wenn der Besitzer der Fabrik B dem Besitzer der Fabrik A Geld dafür bezahlt. Denn mit dem Geld kauft Fabrikbesitzer B dem anderen Fabrikbesitzer die Rechte ab, weitere Schadstoffe auszustoßen – die Emissionsrechte also. Durch den Kauf dieser Rechte darf Fabrik B ihre Schadstoffgrenze überschreiten, ohne bestraft zu werden. Da es jedoch ziemlich teuer werden kann, dauernd diese Rechte zu kaufen, ist es eigentlich besser, möglichst wenig Schadstoffe zu erzeugen. Außerdem kann man durch den Verkauf seiner Emissionsrechte schließlich Geld verdienen.
Unternehmen aus ganz Europa kaufen und verkaufen Emissionsrechte. Dieser Handel findet übrigens an einer Börse statt.

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