25.05.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Frau Mikich vor dem Monitor-LogoHomepage des WDR

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MONITOR - Geschichte


Video der Sendung

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Ein zeitkritisches Magazin

Am 21. Mai 1965 strahlte der Westdeutsche Rundfunk erstmals die Sendung MONITOR aus.

s/w-Foto Monitor-Studio mit Moderator Claus-Hinrich Casdorff Rechte: WDR Bild vergrößern

Claus-Hinrich Casdorff

Was an diesem Tag u.a. mit einem Bericht über den Besuch der britischen Königin und einem Interview mit Seiner Hoheit Prinz Louis Ferdinand von Preußen aus der Taufe gehoben wurde, nannte sich "zeitkritisches Magazin" und ist bis heute so geblieben. Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sollen durch aktuelle Hintergrundberichte und analytische Filmbeiträge mit politischen Schlussfolgerungen aufgegriffen werden, um damit die Lücke zwischen tagesaktuellen Nachrichtensendungen und politischen Hintergrund-Dokumentationen zu schließen.

Sonia Seymour Mikich

Heutige Redaktionsleiterin und Moderatorin der Sendung (seit Januar 2002) ist Sonia Seymour Mikich. Die preisgekrönte Journalistin, sie erhielt u.a. 1996 den Telestar und 1998 das Bundesverdienstkreuz für ihre Russlandberichterstattung, war zuvor Auslandskorrespondentin und berichtete aus Moskau und Paris.

Sonia Seymour Mikich im MONITOR-Studio Rechte: WDR Bild vergrößern

Sonia Seymour Mikich

Kritischer und investigativer Journalismus wird in der Redaktion groß geschrieben und hat MONITOR zu einem der erfolgreichsten politischen Magazine der ARD gemacht.

Mit Sonia Seymour Mikich wird die Redaktion neue Bereiche erschließen, wie Kulturpolitik, Bildungspolitik und Globalisierung, ergänzt durch Porträts von Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft „Im investigativen Journalismus hat MONITOR oft durch Exklusivität geglänzt. Bei Militärthemen ist die Kompetenz von MONITOR inzwischen bundesweit unangefochten. Wir bringen Bewegung in die öffentliche Diskussion und wollen unbequem sein“, so Sonia Seymour Mikich.

MONITOR im Wandel der Zeit

Zu den ersten Redakteuren, die mit Redaktionsleiter Claus Hinrich Casdorff die Sendung gestalteten, gehörten Martin Schulze, Rudolf Rohlinger, Franz Wördemann, Erich Potthast und Wolf-Ingo Mätschke.

Die MONITOR-Redaktion s/w Rechte: WDR Bild vergrößern

Klaus Bednarz und die MONITOR-Redaktion

Zur ersten sogenannten "MONITOR-Generation gesellten sich später Klaus Bresser, Peter Laudan und Michael Stoffregen-Büller dazu. Bereits unter seinem ersten Leiter, Claus Hinrich Casdorff, verursachte das zeitkritische Magazin so manches politische Aufsehen. Spannend wurde es auch immer, wenn das Tandem Casdorff/Rohlinger seine Interviewpartner forsch in die Zange nahm. Der damalige CSU-Vorsitzende Franz-Josef Strauß sprach nach dem "Kreuzfeuer" von "Überfallfragen" (Oktober 1972) und stand von da an für die Sendung nicht mehr zur Verfügung.

Porträt Gerd Ruge Rechte: WDR/dpa Bild vergrößern

Gerd Ruge

Nach fast 17 Jahren vollzog sich der erste Wechsel in der Leitung des Magazins. Es war Gerd Ruge, der seine erste Moderation mit den Worten begann: "Ehe jemand glaubt, Claus Hinrich Casdorff habe sich seit der letzten Sendung einen Bart stehen lassen, möchte ich mich vorstellen: ich heiße Gerd Ruge." Der ehemalige WDR-Studioleiter Bonn gehörte schon damals zu den profilitiertesten Fernsehreportern der Bundesrepublik. Er war als Auslandskorrespondent in Belgrad, Moskau, Washington und Peking tätig. Mit ihm begann eine neue Monitor-Ära.

Casdorffs beißender Zynismus, sein grimmig-bohrender Interview-Stil wurde abgelöst durch ruhige Sachlichkeit und analytische Berichterstattung.

Klaus Bednarz 1983 Rechte: WDR Bild vergrößern

Klaus Bednarz 1983

Gerd Ruges Zeit als MONITOR-Chef dauerte zwei Jahre. Am 1. Dezember 1983 wechselte er zur Programmgruppe Ausland und wurde deren Leiter. Ihm folgte Klaus Bednarz. Er war zuvor Auslandskorrespondent in Warschau und Moskau sowie Tagesthemen-Moderator und leitete die WDR-Live Sendung „Auslandsstudio“.

Porträt Klaus Bednarz Rechte: WDR Bild vergrößern

Klaus Bednarz

Klaus Bednarz verstärkte die Mitarbeit an der Sendung MONITOR durch freie Journalisten, um das Themenangebot zu bereichern. Er setzte auf solide journalistische Arbeit und verzichtete auf jeden Schnick-Schnack, was auf die Dauer die Zuschauer überzeugte. Klaus Bednarz wurde zur Identifikationsfigur der Sendung. Sein Konzept für MONITOR stimmte, das zeigte sich auch in den hohen Einschaltquoten. Im Januar 2002 wurde er Chefreporter und Sonderkorrespondent der ARD und Sonia Seymour Mikich trat seine Nachfolge an.

Politische Magazine in der ARD

Der NDR sendete mit "Panorama" das erste politische Fernsehmagazin innerhalb der ARD.

Gruppenfoto Redakteure Rechte: WDR Bild vergrößern

Die Redaktion 2005

Mit seinem Untertitel "Worüber man spricht - worüber man sprechen sollte" hatte es von 1957 bis 1958 mit Filmbeiträgen, Interviews und Moderation alle Merkmale, die ein politisches Magazin haben sollte. Zwei Jahre später rief der Bayerische Rundfunk das zeitkritische Magazin "Anno - Filmberichte zu den Nachrichten von gestern und morgen" ins Leben. Knapp zwei Jahre später wurde "Anno" umgetauft und erhielt den neuen Namen "Report", den es heute noch trägt.

MONITOR-Studio Rechte: WDR Bild vergrößern

MONITOR-Studio

1961 erschien die Sendung "Panorama" vom NDR erneut auf dem Bildschirm und erhielt den noch heute gültigen Untertitel "Berichte, Analysen, Meinungen". Im Jahre 1965 gründete der WDR in Köln nach seinem Ausscheiden aus der Gemeinschaftsproduktion von "Report" sein eigenes zeitkritisches Magazin: MONITOR. So hat die ARD bereits damals eine Reihe von zeitkritischen Magazinen etabliert, die wöchentlich alternierend senden und häufig unter öffentlichem Beschuss stehen. Sie sind sicherlich auch eben deswegen zur "Institution" der Information, Kritik und Kontrolle im Deutschen Fernsehen geworden.

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Monitor - weitere Informationen zur Sendung

  • Sendetermin

    MONITOR Nr. 634

    24.05.201221:45 - 22:15 Uhrim Ersten

  • Wiederholungen

    Donnerstag, 24.05.2012
    23:30 Uhr - tagesschau24

    Freitag, 25.05.2012
    05:00 Uhr - ARD
    08:35 Uhr - RBB
    20:15 Uhr - EinsExtra

    Samstag, 26.05.2012
    08:20 Uhr - WDR

  • +++ AKTUELL +++

    Monitor Pressemeldung Rechte: WDR

    Hinweise auf Falschbehandlungen am Klinikum Hildesheim mit unnötigen Radiojodtherapien - Rhön-Klinik will 2000 Fälle von Patienten jetzt überprüfen.
    Am Rhön-Klinikum Hildesheim wurden möglicherweise eine Vielzahl von Patienten falsch behandelt und geschädigt. Das berichten das ARD-Magazin MONITOR und das Hamburger Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. [zur Pressemeldung]

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    Digitale Demokratie - Eine Chance gegen Politikverdrossenheit?
    Sonia Seymour Mikich: "Ich weiss nicht, ob die Piraten auf lange Sicht überleben, ob sie sich etablieren, aber ihre bloße Existenz gibt uns allen gute Stichworte, den Zustand unserer Politik zu prüfen. Ich nenne das Sauerstoffkur für die müde gewordene Demokratie." [mitbloggen]

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