Dossier Rechtsradikalismus
Neonazis, rechtsextremer Terror, NPD-Verbot
Nach den aktuellen Ereignissen fragen sich viele: Sind die Sicherheitsbehörden auf dem rechten Auge blind? Werden Opfer rechter Gewalt allein gelassen? Immer wieder hat MONITOR über diese Themen berichtet.
MONITOR vom 24.11.2011
Zwickauer Terroristenzelle: Die Spur führt zum „Blood and Honour“-Netzwerk
Abgeschiedene Terrorzelle oder Teil eines größeren Netzwerks? MONITOR-Recherchen zeigen, dass die Zwickauer Terroristen gut vernetzt waren mit dem internationalen Rechtsextremisten-Netzwerk "Blood and Honour". Die Neonazis Uwe B. und Uwe M. sollen in den 90er Jahren mit anderen Mitgliedern des Thüringer Heimatschutzes Konzerte der in Deutschland verbotenen Organisation veranstaltet haben. Und Propagandamaterial aus dem Umfeld des bewaffneten Arms von "Blood and Honour" (Combat18) lesen sich wie eine Blaupause ihrer Anschläge. [mehr]
MONITOR vom 24.11.2011
Schießtraining und Waffen für Neonazis – alles ganz legal
Die Morde des rechten Terrortrios zeugen von einem geschulten Umgang mit scharfen Waffen. Um gezieltes Schießen zu lernen und Waffen zu besitzen, müssen Rechtsextreme Deutschland gar nicht verlassen: Es reicht eine Mitgliedschaft in einem Schützenverein oder im Reservistenverband der Bundeswehr. Auf Flugblättern an Schulen werben die Rechtsextremen unverhohlen für den Weg in die Schützenvereine. Allein in Sachsen befinden sich derzeit 156 Lang- und Kurzwaffen legal in den Händen von Neonazis. Regierung und Waffenbehörden verkünden: Rechtsstaatlich sei das in Ordnung. Ein folgenschwerer Irrtum. Das deutsche Waffengesetz bietet längst ein Instrument, um die Bewaffnung von Neonazis zu verhindern. Doch viele Behörden gucken weg. [mehr]
MONITOR-Pressemeldungen vom 24.11.2011
Pressemeldungen
Nach MONITOR-Recherchen verdichten sich Hinweise, dass hinter dem Zwickauer Terrortrio ein größeres Netzwerk steht. Und: Rechtsextremisten kommen über die Mitgliedschaft in Schützenvereinen und über den Reservistenverband der Bundeswehr ganz legal an Waffen - und können dort schießen üben. [MONITOR-Pressemeldungen]
MONITOR-Blog
Neonazis, rechtsextremer Terror, NPD-Verbot
Sonia Seymour Mikich am 25.11.2011 im MONITOR-Blog: "Achtung: einige Medien sehen schon jetzt die Quote oder Auflage oder Klickzahl wieder heruntergehen, wenn das Thema "rechter Terror" bearbeitet wird." [mitbloggen]
MONITOR vom 04.08.2011
MuslimFeinde in Deutschland - Volksverhetzer im bürgerlichen Gewand
Sie kommen demokratisch daher, tarnen sich rechtsstaatlich, proisraelisch, proamerikanisch. Nur eines haben ihre Blogger und die dahinter stehenden Vereinigungen gemeinsam: sie richten sich aggressiv gegen den islamischen Glauben. Doch diese Islamkritik, die spätestens seit der Sarrazin-Debatte Einzug auch in bürgerliche Kreise gehalten hat, geht einher mit extremistischen und volksverhetzenden Parolen. Der deutsche Verfassungsschutz beobachtet diese Gruppen bisher nicht. Verfahren wegen Volksverhetzung gibt es ebenfalls nicht – die Szene bislang ein blinder Fleck, ein Nährboden für selbstberufene Retter unserer Gesellschaft - am Ende auch für solche, die sich nicht nur mit Worten bewaffnen? [mehr]
MONITOR vom 19.11.2009
Allein unter Neonazis: Überlässt Dortmund den Rechten das Feld?
Während ostdeutsche Länder wie Brandenburg ihr rechtes Problem offenbar besser in den Griff bekommen, werden die Neonazis im Westen immer stärker, allen voran in Dortmund. In den vergangenen Jahren haben dort die Straftaten mit rechtsextremen Hintergrund auffällig zugenommen. Bürger, die sich dagegen wehren, werden massiv bedroht und attackiert. Von der Polizei fühlen sie sich im Stich gelassen. Eine Familie, die rechte Aufkleber entfernt hat, sieht nur noch einen Ausweg: Wegziehen. [mehr]
MONITOR vom 21.07.2007
Neonazis: Wie die "Nationale Offensive Schaumburg" in Nordrheinwestfalen und Niedersachsen ihre Kritiker ausspioniert
Seit 3 Monaten wird der Aachener Friedens-preisträger Frank Gockel von der NOS verfolgt. Die zuständigen Behörden machen die völlig neue Erfahrung, dass selbst Staatsanwälte und Polizeibeamte von den Neonazis "persönlich besucht" werden. [mehr]
tagesschau.de-Dossier
Rechtsextremismus in Deutschland
Die rechtsextreme Bewegung in Deutschland ist vielschichtig. Die Aktivisten setzen bei der Rekrutierung auf Musik, lebensnahe Themen und abwechslungsreiche Freizeitgestaltung. Die NPD fungiert als parlamentarischer Arm, "Freie Kameradschaften" sind für die Straßen zuständig. Bei Wahlen präsentieren sich Rechtsextreme möglichst bürgerlich, um von verbreiteten Vorurteilen zu profitieren. [zum Dossier]