Dossier Kinder
Unsere Kinder - unsere Zukunft
Kinder sind erwachsen, wenn wir alt sind. Kinder sichern unsere Rente. Kinder gestalten Politik. So weit, so gut. Aber was ist, wenn da etwas schief läuft? MONITOR fragt nach: Warum macht Schule krank? Warum bleiben immer mehr Kinder in ihrer Entwicklung auf der Strecke? Bestimmen Gewalt und Sexualisierung tatsächlich den Alltag von Kindern und Jugendlichen?
MONITOR vom 14.07.2011
Die Mauer in den Köpfen - Migrationspolitik in der Grundschule durch die Hintertür
Berliner Stadtteil Alt-Mitte boomt und zieht Akademikerfamilien an, doch es gibt zu viele Kinder für zu wenige Schulplätze. Der angrenzende Stadtteil Wedding indes hat leerstehende Klassen und vor allem Schulen auf denen deutsche Kinder Seltenheitswert haben. Die rot-rote Regierung hat vor 2 Jahren das Schulgesetz geändert und jetzt kann sie ganz nach Bedarf die Einschulungsgrenzen so ziehen, dass die behüteten deutschen Kleinen auf die Weddinger Seite gehen müssen. Bei den Eltern in Alt-Mitte stößt das auf Widerstand. Denn die Politik stellt die Eltern vor vollendete Tatsachen. Die Konsequenz: Eltern wandern zu privaten Schulen ab oder versuchen sich einen Schulplatz auf der "richtigen" Seite zu erklagen. [mehr]
MONITOR vom 07.04.2011
Wir müssen draußen bleiben – Behinderte Kinder und die Integration
Jedes behinderte Kind hat ein Recht, eine normale Regelschule zu besuchen, wenn die Eltern das möchten. Das haben schon vor fünf Jahren die Vereinten Nationen in die UN-Behindertenrechtskonvention geschrieben und Deutschland hat sich vor zwei Jahren verpflichtet, das einzuhalten. UN-Konvention hin, Elternrecht her – viele betroffene Eltern müssen trotzdem einen zermürbenden Kampf führen gegen Schulbehörden und Kultusministerien. In Europa schüttelt man den kopf über Deutschland, wegen der Vorliebe für präzises Aussortieren. Denn in anderen europäischen Staaten gehen 80 Prozent der behinderten Kinder inzwischen in Regelschulen, in Deutschland sind es gerade mal 20 Prozent. [mehr]
MONITOR vom 08.07.2010
Depressive Kinder: Welchen Anteil hat die Schule?
Immer mehr Kinder müssen wegen Depressionen stationär behandelt werden, heute dreimal soviel wie noch vor zehn Jahren. Als einen Grund sehen Experten neben erblichen Vorbelastungen den zunehmenden Leistungsdruck in der Schule. Schon in der Grundschule haben mittlerweile 13 % aller Schüler Nachhilfe und fast alle werden von den Eltern "gepusht", damit sie später auf dem Arbeitsmarkt bestehen können. Anfällige Kinder reagieren auf diesen Druck mit Depressionen und ziehen sich zurück, essen kaum, haben keine Freude mehr am Leben, wollen nicht mehr spielen. Und in der Schule wirkt die Depression wie eine Denkblockade. [mehr]
Interview Dr. Anne Frey (08.07.2010)
Depressive Kinder: Welchen Anteil hat die Schule?
MONITOR-Interview mit Diplompsychologin Dr. Anne Frey, Ludwig-Maximilians-Universität München, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik. [mehr]
Interview Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne (08.07.2010)
Depressive Kinder: Welchen Anteil hat die Schule?
MONITOR-Interview mit Prof. Dr. Gerd Schulte-Koerne, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Klinikum der Universität München. [mehr]
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