10.02.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Frau Mikich vor dem Monitor-LogoHomepage des WDR

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Dossier Gesundheit


Gesundheitspolitik betrifft uns alle, ob es um das Thema Schmerztherapie oder um Fragen des Gesundheitsfonds geht. Die politischen Reformen der letzten Jahre haben dabei den Weg in eine neue Zweiklassenmedizin immer weiter geebnet. Für viele ist Gesundheit heute kaum noch bezahlbar, ob es um den Zahnersatz oder eine Krebstherapie geht. Auf der anderen Seite erhöhen sich die Gewinne von Fachärzten oder Pharmakonzernen, ohne dass dies bei den gesetzlich versicherten Patienten ankommt.


MONITOR vom 12.01.2012

Kind im Krankenbett Rechte: WDR

Unmenschlich - Kassen geizen bei der Versorgung sterbender Kinder
Etwa 1500 Kinder sterben jährlich in Deutschland an tödlichen Krankheiten. Damit sie so wenig Schmerzen wie möglich erleiden müssen und ihre letzte Lebenszeit nicht im Krankenhaus verbringen müssen, hat der Gesetzgeber ihnen das Recht auf ambulante Palliativversorgung eingeräumt. Etwa 4500 Kinder bräuchten spezialisierte Teams, die sich um die kleinen Patienten und ihre Angehörigen kümmern, aber die Krankenkassen zahlen nur einen Bruchteil der rechtlich zugesicherten Versorgung. Die Arbeit der Teams ist deshalb bedroht. Wer kümmert sich dann um die sterbenden Kinder? [mehr]


MONITOR vom 24.11.2011

Blutkonserve Rechte: WDR

Trotz des Aids-Skandals: Kassen wollen wieder gemischtes Blut
Jeden kann es treffen: Egal ob Unfallopfer, Herzpatienten oder Krebskranke. Wenn das eigene Blut nicht mehr gerinnt, bekommen die Patienten von Einzelspendern Thrombozyten gespritzt. Knapp 418 Euro teurer sind sie – viel zu teuer, sagen jetzt immer mehr gesetzliche Krankenkassen. AOK, IKK und andere Kassen setzen seit Monaten Ärzte massiv unter Druck. Sie sollen überwiegend nur noch das billigere, aus durchschnittlich 5 Spendern zusammengesetzte Blut spritzen. Transfusionsmediziner schlagen Alarm: Das Risiko, dass so bislang noch unbekannte, schlummernde Infektionen viel schneller verbreitet würden, sei um das 5fache höher. Bei einem ähnlichen Viren-Skandal wie Aids oder Hepatitis-C wirke das wie ein Brandbeschleuniger. [mehr]

  • Video: MONITOR-InterviewAusführliches Interview mit dem Transfusionsmediziner Prof. Robert Zimmermann von der Uni-Klinik Erlangen.

MONITOR vom 27.10.2011

Zahnarzt Rechte: WDR

Alleingelassen: Patienten bezahlen FDP-Geschenke an die Zahnärzte
Ein scheinbar harmloser Begriff: "Festkostenzuschuss". Dahinter verbirgt sich ein System, das immer mehr Kosten im Bereich der Zahnbehandlung auf die Patienten abwälzt. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nur noch eine feste Summe, den Rest muss der Patient mit seinem Zahnarzt direkt abrechnen - nach Gebührenordnung. Und die erlaubt es dem Zahnarzt auch mal kräftig zuzulangen. Ob das gerechtfertigt ist, prüft keiner mehr, der Patient steht alleine da, denn die Kasse zahlt ja einen Festkostenzuschuss und überprüft die Rechnung deshalb nicht mehr. Jetzt will Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr die Honorare für die Zahnärzte genau in diesem Bereich erhöhen. Und überhaupt: Ginge es nach dem FDP-Mann sollte dieses Privatisierungs-Modell auch in anderen Bereichen der medizinischen Versorgung Einzug halten. [mehr]


Nachgefragt am 30.09.2011

Gesundheitskarte Rechte: WDR

Elektronische Gesundheitskarte
Nun kommt sie - die teure Karte, die sparen soll. Immer wieder wurde die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte verschoben. Hunderte Millionen Euro flossen bisher in ihre Entwicklung. MONITOR berichtete bereits 2009 über das damals halbfertige schlaue Stück Plastik, dass das Gesundheitssystem revolutionieren soll. Gesundheitsökonom Prof. Jürgen Wasem in MONITOR vom 02.07.2009: "Die Karte wird jetzt primär aus politischen Gründen an den Start gehen, ökonomisch wird sie ein Minus-Geschäft sein, weil die freiwilligen Anwendungen, die das Ganze erst zu einem Gewinn machen würden, erst mal gar nicht mit dabei sind. Und zahlen müssen dieses Minus-Geschäft letztlich die Versicherten." [mehr]


MONITOR vom 16.06.2011

Arzte im Operationssaal Rechte: WDR

Auf Kosten der Versicherten: Krasse Falschabrechnungen im Krankenhaus
Der Schaden ist immens: Fast eine Milliarde Euro müssen Beitragszahler pro Jahr für Falschabrechnungen deutscher Krankenhäuser aufbringen – also für nicht erbrachte Leistungen. Das jedenfalls hat der Bundesrechnungshof errechnet/festgestellt. Aber Krankenhäuser, die falsch abrechnen, müssen in Deutschland keine Strafzahlungen fürchten. Der Bundesrechnungshof hat dies heftig kritisiert, doch die Regierung unternimmt bislang nichts. MONITOR zeigt, wie einfach es Krankenhäusern und Klinikträgern gemacht wird, einfache Behandlungen teurer abzurechnen - auf Kosten der Versicherten. [mehr]


MONITOR vom 17.02.2011

Stethoskop liegt auf Geldscheinen Rechte: WDR

Ungerechtigkeit mit System – Warum weder Kassen- noch Privat-Patienten optimal behandelt werden
Oft behauptet, von Ärzten gern bestritten: Müssen Kassenpatienten länger auf einen Arzttermin warten als Privatversicherte? MONITOR macht den Praxistest und zeigt: Die Ungleichbehandlung hat System. Aber auch Privatpatienten müssen darunter leiden, dass in Deutschland zwei Krankenversicherungs-Systeme miteinander konkurrieren. Weil Ärzte und Krankenhäuser an den Privatversicherten besonders gut verdienen, bekommen diese immer wieder teure und zum Teil überflüssige Behandlungen. Das wiederum bringt die privaten Versicherungsunternehmen unter Kostendruck. Droht am Ende der Kosten-Kollaps für beide Versicherungssyteme? Experten fordern eine Krankenversicherung für alle Patienten. [mehr]


MONITOR vom 27.01.2011

Spritze Rechte: WDR

Gut für den Patienten, gefährlich für den Arzt – Wie Palliativmediziner kriminalisiert werden
Palliativmediziner können todkranken Menschen ein würdevolles Sterben ermöglichen. Wenn sie ihren Patienten jedoch schmerzlindernde und lebensrettende Medikamente für die Nacht überlassen, droht ihnen eine Gefängnisstrafe. Der Grund: Das überalterte Betäubungsmittelgesetz schützt nicht die Interessen der Patienten, sondern die der Apotheker. Und Bundesgesundheitsminister Rösler will das offensichtlich auch nicht ändern. [mehr]


MONITOR vom 09.09.2010

Seniorin Rechte: WDR

Keine Pflege für Demenzkranke - Angehörige werden allein gelassen
Immer mehr Menschen erkranken in Deutschland an Demenz. 1,2 Millionen Menschen sind es heute, bis 2050 soll sich ihre Zahl verdoppeln. Die meisten von ihnen müssen von ihren Angehörigen rund um die Uhr betreut werden. Dennoch erhalten viele nicht die nötige Pflegestufe, weil das Gesetz hauptsächlich körperliche Gebrechlichkeit als Maßstab der Hilfsbedürftigkeit ansieht. Körperlich sind viele Demenzkranke jedoch lange Zeit noch fit, ihre geistigen Schwächen werden dagegen nicht hinreichend erfasst. Abhilfe schaffen könnte ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff, über den seit 15 Jahren diskutiert wird. Doch die Politik schiebt die Reform der Pflege weiter vor sich her. [mehr]


MONITOR vom 17.06.2010

Spritze Rechte: WDR

Milliardengrab Schweinegrippe: Wer steuerte die WHO?
Vor fast genau einem Jahr hat die Weltgesundheitsorganisation erstmals in ihrer Geschichte die Pandemiestufe 6 ausgerufen und die Welt mit der Schweinegrippe in einen beispiellosen Ausnahmezustand versetzt Bis heute sitzen Länder weltweit auf ungenutzten Vorräten von antiviralen Mitteln und Impfstoffen im Wert von Milliarden. Nur ein Irrtum, den man bis heute nicht zugeben kann oder das Ergebnis systematischer Einflussnahme von Pharmaherstellern? Neue Rechercheergebnisse zeigen zumindest, was Öffentlichkeit und Entscheidungsträger in der Politik nicht erfahren haben: Viele wichtige Berater der WHO hatten auch enge Verbindungen zu genau den Pharmaherstellern, die von den Pandemieplanungen profitierten. [mehr]


Mehr zum Thema



Monitor - weitere Informationen zur Sendung

  • Sendetermin

    MONITOR Nr. 631

    01.03.201221:45 - 22:15 Uhrim Ersten

  • BLOG!

    Christian Wulff Rechte: WDR/dpda

    Wulff - Soap, nicht Krise
    Sonia Seymour Mikich: "Was erwartete ich eigentlich von einem Bundespräsidenten? Dass er Deutschland nach außen gut repräsentiert und zu großen Themen kluge, also überparteiliche Bewertungen abgibt. Wenn es ganz stürmisch kommt, auch Anker sein kann. Ein Bundespräsident darf nicht viel, darum soll das Wenige glaubwürdig sein. Gewicht haben." [mitbloggen]

  • VideoPodcast

    Monitor Logo  Rechte: WDR

    MONITOR zum Mitnehmen
    Der VideoPodcast für unterwegs!

  • Dossier

    Klingelschild Hartz 4 Rechte: WDR/Imago

    Armut trotz Arbeit
    MONITOR-Beiträge über den Alltag von Arbeitnehmern, Arbeitslosigkeit, Mobbing und Altersvorsorge. [mehr]

  • Dossier

    Sonnenblume vor Solarstromanlage Rechte: WDR/dpa

    Umwelt- und Klimapolitik
    Das Ende einer Energie-Epoche. [mehr]

  • Zitat

    Joseph Pulitzer Rechte: WDR/dpa

    Joseph Pulitzer (1847-1911)
    "Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, attackiert sie, macht sie vor allen Augen lächerlich. Und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekannt machen allein genügt vielleicht nicht - aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen..."

  • Politikmagazine

    Politikmagazine Rechte: ARD

    Dienstags und donnerstags informieren die sechs Politikmagazine der ARD: investigativ, kritisch, meinungsstark


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