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23.02.2012

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Burnout - Modekrankheit oder echte Seuche?

hart aber fairRückschauSendung vom 14.11.2011
Burnout - Modekrankheit oder echte Seuche?
Letzter Sendetermin
Mo, 13.02.2012 | 21.00 Uhr

Video der gesamten Sendung

Millionenfach leiden Menschen an Burnout, sind erschöpft, depressiv, angstgepeinigt. Eine Quittung für das moderne Leben: gehetzt und ständig erreichbar? Oder ist Burnout eine Modekrankheit, die nur besser klingt als Depression?

Alle Gäste

Tim Mälzer

Der Starkoch hatte vor fünf Jahren einen Burnout und sagt: Das war die schlimmste Zeit meines Lebens. Heute weiß ich: Es war gut so. Denn seitdem habe ich eine Lebensqualität gewonnen, die ich vorher niemals hatte.

Dr. Bernd Sprenger

Der Facharzt für Psychosomatische Medizin betreut seit mehr als 15 Jahren Burnout-Patienten und rät: Der Schutz vor Burnout beginnt im Kopf. Denn wenn die Einstellung zur Arbeit stimmt, kann einem der größte Stress nichts anhaben.

Leni Breymaier

Die gelernte Einzelhandelskauffrau und ver.di-Chefin in Baden-Württemberg stellt fest: Ständige Erreichbarkeit, immer mehr Arbeit und die permanente Angst vor Jobverlust machen die Menschen einfach nur fertig. Früher hatten Arbeitnehmer einen kaputten Rücken, heute haben sie kranke Seelen.

Andreas Biermann

Buchautor „Rote Karte Depression. Das Ende einer Karriere im Profifußball“

Der ehemalige Fußballprofi beim FC St. Pauli sprach öffentlich über seine Depression – und verlor seinen Job. Er hat erfahren: In Spitzenpositionen ist Schwäche leider immer noch ein Tabu.

Helmut Naujoks

Der Anwalt für Arbeitsrecht vertritt ausschließlich Arbeitgeber und weiß: Mit „Burnout“ wird viel Missbrauch getrieben. Denn wer als Chef heutzutage Arbeitnehmer mal etwas härter angeht, hat doch sofort eine Krankmeldung auf dem Tisch.

Ihre Meinungen, Fragen, Ängste und Sorgen zum Thema.



Bisherige Beiträge

Am 15.11.2011 15:10 Uhr schrieb Redaktion "Hart aber fair"
Liebe Gästebuch-User, das Hart aber fair-Gästebuch wird nun geschlossen. Wir möchten uns bei allen, die hier ihre Meinung vertreten haben und an der Diskussion teilgenommen haben, herzlich bedanken. Wir hoffen, dass Sie auch beim nächsten Thema wieder zahlreiche Einträge schreiben werden. Mit freundlichen Grüßen, Ihr Hart-aber-fair-Team
Am 15.11.2011 15:00 Uhr schrieb Heinrich Bruns (55 J)
Ich möchte Herrn Plaßberg empfehlen sich doch bitte vorher etwas mehr zu informieren. Was früher unter dem Begriff Nervenzusammenbruch gehändelt wurde, wird heute als Burnout bezeichnet. Es ist mir unverständlich, dass in einem so modernen Land, noch sowenig information, oder sogar falsch information, über die seelischen Zustände, und deren Folgen für Menschen bekannt sind. Hunderttausende von Verordnungen und Gesetze überfluten dieses Land. Doch für das Seelische des Menschen, gibt es kaum etwas an Aufklärung. Ist die Gesundheit so unwertvoll? Gesundheit hat an allererster Stelle zu stehen.
Am 15.11.2011 15:00 Uhr schrieb Aus die Maus
Die Sendung war ein guter Ansatz. Ich habe mal im Handel folgende Situation erlebt: Nach meinem Feierabend um 21.00 Uhr wurde ich genötigt, mir noch etwas erklären zu lassen, so dass es dann 21.20 Uhr wurde. Eine Dame von der Betriebsgewerkschaft erklärte mir dann, ich dürfe mir aber nur die Zeit bis 21.00 Uhr als Arbeitszeit schreiben. Auf meine ungläubige Nachfrage bekam ich zur Antwort: Weil wir das hier so machen... soviel zum Thema Gewerkschaft, wenn die Mitglieder Schleimer sind, die nur an ihren eigenen Vorteil denken. Gegen den psychotischen Chef konnten die sich nicht durchsetzen.
Am 15.11.2011 14:06 Uhr schrieb Noname (50 J)
Den Äusserungen von Herrn Naujocks entnehme ich, dass er bisher selbst von jeglichen schwereren Erkrankungen verschont wurde. Ich wünsche ihm, dass dies so bleiben möge. Er findet seinen beruflichen Stress als positiv. Wie armselig ist denn so eine Aussage. Er gehört sicher zu den Menschen die es sich gar nicht vorstellen können selbst einmal von irgendeiner Krankheit betroffen zu werden. Ich bin Arbeitgeber und würde nie einen Herrn Naujocks anheuern um irgendeinen meiner Mitarbeiter loszuwerden.
Am 15.11.2011 13:40 Uhr schrieb August Apfelbaum (55 J)

Burn-out ist eine soziale Modekrankheit der gegenseitigen Selbstbeschäftigung bis „absoluten“Leistungsfähigkeit mit eventueller biol. Endlösung.
Hierbei werden nicht nur einzelne betroffen- es können ebenso auch Gruppen sein in denen die Zugehörigen ihre Ziele wider Willen begreifen müssen.

Ein Burn-out-Syndrom ist auch das Verwechseln bzw. Nichterkennen der Kategorien Dumpinglohn, Niedriglohn, Reallohn und Spitzenlohn.

Sicher gilt die Differenz von Dumpinglohn bis zum Niedrig-bzw Reallohn als Ablasslohn, der dazu verwandt wird,in verantwortlichen Kreisen das Burn-out zu besiegen.
Am 15.11.2011 13:27 Uhr schrieb lieber anonym :-) (55 J)
meine Zusammenfassung:
a) man sorge individuell dafür, dass (alle) Kinder ihren Selbstwert leben (und lieben lernen). Das schützt vor Selbstüberschätzung wie vor Überforderung der Mitmenschen. Weder geile Parolen noch Zurückhaltung. Locker und selbstsicher mit Herausforderungen umgehen .
b) der Kopf ist "rund" damit man seine Denkrichtung ändern kann, Dieses Prinzip gilt immer und für jeden Menschen: Mühsam zu erreichendes Wunsch"ziel ".
c) Nachtrag zu Tipp/UNI Köln:Humanwissenschaftliche Fakultät, Prof. Lauth z.B.
Am 15.11.2011 13:05 Uhr schrieb Weltbürger
Die Beiträge zeigen, dass das Thema klarer definiert werden sollte und zwar im Rahmen des Profils von haf als einem politischen Talk und keiner Gesundheitssendung.
Das gibt Orientierung über die Fragestellung und das Ziel der Sendung.
Die Lage der Welt ist dermassen brisant und entscheidend vor allem für unsere Kinder, dass eine politische Sendung diesem Sachverhalt gerecht werden muss,
um gesellschaftspolitische Diskussionen über die Zukunft anzustossen.
Am 15.11.2011 12:51 Uhr schrieb Anonym
Ich möchte noch einmal zusammenfassen: ein Organismus, der geschwächt ist, durch nährstoffarme Nahrung, durch Gifte in der gesamten Umwelt, durch ein Übermass an Sinneseindrücke, wie Lärm, Fernsehen, Geschwindigkeit, aber auch Schlafmangel und Bewegungsmangel, kann weniger Stress vertragen und wird bei zunehmender Belastung dann völlig dekompensieren. Es sind nicht die einzelnen Faktoren, sondern das ganze Paket der modernen industriell geprägten Leistungsgesellschaft das die Menschen erwürgt.
Es wird Zeit nachzudenken auch bei all den anderen Themen wie Klimaveränderung, Finanzkrise uvm.
Am 15.11.2011 12:45 Uhr schrieb lieber anonym :-) (55 J)
a) die von mir oft geschätzte Sendung bewirkt offensichtlich zu Recht auch Empörung (Stress :-)?).
b) Titel der Sendung wirkt auf mich eher oberflächlich, passt aber zum Problem (vgl. adhs -> dito)
c) Forumsbeitrag v. Fr. Kernbichler (15.11.11, 11:15) zielt m.E. auf den Punkt: Wenig Kompetenz im Umgang und Vermittlung d. Themas. Bsp.:Dialog Hr. Mälzer - Hr. Plasberg./ angemessenene Sensibilität erfordert u.a Wissen um verstehen zu können, was Hr. Mälzer meinte (Vielseitige/unterschiedliche Ausprägung).
Vorschlag: simple Ursachen verstehen und Änderung unterstützen, Tipp: UNI Köln
Am 15.11.2011 12:41 Uhr schrieb Anonym
Für Burn-Out-Betroffene war diese Sendung ein Schlag ins Gesicht.
Keiner der anwesenden Gäste hatte wirklich eine Ahnung was der Burn-Out wirklich bedeutet. Wo war denn ein Psychologe, der die komplexen Zusammen- hänge mal erklärt, damit auch der Zuschauer eine Ahnung davon bekommt, was sich dahinter überhaupt verbirgt?!
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Grafik: Blaue Balken in verschiedenen Höhen vor rotem Grund

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Monitor im Fernsehstudio von hart aber fair

Das Erste Mediathek

Hier können Sie sich die Sendung noch einmal in der Mediathek anschauen.
Schriftzug http: schräg

Faktencheck

Wir haben die Fakten für Sie geklärt. Welche Behauptungen unserer Gäste in der Sendung stimmten und welche sind aus der Luft gegriffen?
Zuschauer im hart aber fair Studio

Zuschauerservice

Viele Zuschauerinnen und Zuschauer möchte gerne einmal im Studio live dabei sein. Aufgrund der großen Nachfrage müssen sie sich auf Wartezeiten einstellen. Falls Sie Kartenwünsche haben, nehmen Sie Kontakt zur Redaktion auf. [mehr]
Moderator Frank Plasberg im Studio der Sendung

Der Moderator

Fragen ohne vorzuführen, nachhaken ohne zu verletzen - Talk auf Augenhöhe - so sieht Frank Plasberg seinen Arbeitsauftrag bei "hart aber fair". [mehr]
Bild aus dem Fernsehstudio der Sendung hart aber fair

Die Sendung

Moderator Frank Plasberg diskutiert mit seinen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. In der 75-minütigen Live-Sendung ist Thema, was die Menschen bewegt und aufregt. [mehr]

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